NVIDIA GeForce RTX 2060, 2070 & 2080 im Performance-Vergleich – Wieviel FPS gibt es für 390, 610 und 900 Euro?

      NVIDIA GeForce RTX 2060, 2070 & 2080 im Performance-Vergleich – Wieviel FPS gibt es für 390, 610 und 900 Euro?

      Wer zurzeit auf der Suche nach einer neuen und aktuellen Grafikkarte ist, kommt um NVIDIAs RTX-Grafikkarten kaum herum. Aus diesem Grund habe ich mir die GeForce RTX 2060, 2070 & 2080 geschnappt und sie durch unsere Gaming-Benchmarks gejagt. Ich wollte herausfinden, wie groß der Leistungsunterschied in Spielen wirklich ausfällt.

      Inhaltsverzeichnis

      Ihr werdet euch sicherlich fragen, warum ich die RTX 2080 Ti außen vor gelassen habe. Das hat zwei Gründe: Zum einen interessieren sich Käufer der RTX 2080 Ti vermutlich kaum für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ihrer neuen Grafikkarte, sie wollen einfach das Beste und nehmen dafür auch gerne eine Hypothek oder eine 5-jährige Taschengeld-Finanzierung über ihre Eltern auf. Zum anderen – und das ist natürlich der triftigere Grund – hatte ich einfach noch kein Testsample zur Hand.

      Das Test-Trio: RTX 2060, 2070 und 2080

      Versteht mich nicht falsch. Natürlich hat auch AMD mit der Radeon Vega VII eine (hinsichtlich der Leistung) passende Grafikkarte für den Vergleich im Angebot. Abgesehen von der fehlenden Raytracing-Unterstützung – die allerdings sechs Monate nach der RTX-Vorstellung immer noch vernachlässigbar ist – ist die GPU bedingt durch die mittelmäßige Energieeffizienz jedoch für viele keine wirkliche Alternative. Hier wird es wahrscheinlich erst mit AMDs nächster Grafikkarten-Generation „Navi“ wieder spannend.

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      Technische Daten

      Kommen wir nun zu unserem Vergleichstest. Ich habe die drei Grafikkarten durch diverse interne Benchmarks von Triple-A-Blockbustern gescheucht. Konkret habe ich die folgenden Partnerkarten getestet:

      Die genauen technischen Spezifikationen der GPUs zeigt die folgende Tabelle:

      ZOTAC RTX 2060 MSI RTX 2070 ZOTAC RTX 2080
      Chip TU106-200X-KA-A1 TU106-400X-A1 TU104-400X-A1
      Fertigung 12 nm 12 nm 12 nm
      Speicher 6 GB GDDR6 8 GB GDDR6 8 GB GDDR6
      Chiptakt
      Boost
      1.365 MHz
      1.800 MHz
      1.410 MHz
      1.830 MHz
      1.515 MHz
      1.830 MHz
      Speichertakt 1.750 MHz 1.750 MHz 1.750 MHz
      Speicheranbindung 192 bit / 336GB/s 256 bit / 448GB/s 256 bit / 448GB/s
      Shader-Units 1.920 2.304 2.944
      TMU 120 144 184
      ROP 48 64 64
      Raytracing Cores 30 36 46
      Tensor Cores 240 288 368
      Rechenleistung
      Single (GFLOPS)
      Double (GFLOPS)
      6.912
      216
      8.433
      264
      10.775
      337
      Stromanschluss 1x 8-Pin 1x 8-Pin + 1x 6-Pin 1x 8-Pin + 1x 6-Pin
      TDP 170 W 225 W 225 W
      Lüfter 2 x 90 mm (axial) 2 x 100 mm (axial) 3 x 90 mm (axial)
      Anschlüsse 1x Virtual Link
      1x HDMI 2.0b
      3x DisplayPort 1.4
      1x Virtual Link
      1x HDMI 2.0b
      3x DisplayPort 1.4
      1x Virtual Link
      1x HDMI 2.0b
      3x DisplayPort 1.4
      werkseitig übertaktet Boost (+120 Mhz) Boost (+210 Mhz) Boost (+120 Mhz)
      Beleuchtung LED (weiß) RGB RGB
      Abmessungen 21 x 11,9 x 4,1 cm 30,7 x 15,5 x 5 cm 30,8 x 11,3 x 5,7 cm
      Höhe Dual-Slot Triple-Slot Triple-Slot
      Preis ~390 Euro* ~610 Euro* ~900 Euro*
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      RTX-Grafikkarten bei uns im Shop

      Testsystem mit Core i9-7900X und 32 GB RAM

      Um die Grafikkarten zu testen, nutze ich wie bei den Tests von Notebooks und Fertig-PCs unter anderem die integrierten Benchmarks. Neben Rise of the Tomb Raider bieten auch Ghost Recon Wildlands, Far Cry 5 und Assassin’s Creed Odyssey ein internes Benchmark-Tool.

      Leider ist dieses bei zuletzt genanntem Titel unbrauchbar, da die Benchmark-Simulation bei unterschiedlichem Wetter und auch bei variierender Sichtweite abläuft. Dadurch kommen bei gleichen Testbedingungen Schwankungen von bis zu 10% zustande, die natürlich bei einem Vergleich wie diesem äußerst hinderlich sein können. Ubisoft hat das Problem mit dem Wetter bzw. Regen laut overclock3d.net gelöst, der Benchmark bleibt bedingt durch die unterschiedliche Sichtweite jedoch weiterhin nicht zuverlässig.

      Des Weiteren habe ich The Witcher 3 mit in den Benchmark aufgenommen. Natürlich nur, weil das Spiel ein großer Publikumsmagnet ist – und ganz bestimmt nicht, weil ein Großteil unserer Redaktion den Titel jeden Tag heimlich am extra angelegten Altar in der Redaktion verehrt.

      Alle drei Karten wurden im gleichen Referenzsystem getestet. Unser Testssystem verfügt über einen Intel Core i9-7900X und 32 GB Arbeitsspeicher mit einer Takt-Frequenz von 2666 MHz. Ich habe die Titel in den relevanten Auflösungen von Full HD (1920*1080) über WQHD (2560*1440) bis UHD (3840*2160) getestet. Bei den Detailstufen habe ich mich jeweils auf die drei höchsten konzentriert. Der Vollständigkeit halber habe ich die Grafikkarten auch in den Benchmarks von 3DMark und Cinebench getestet.

      Bevor ich mit FPS-Werten um mich werfe, möchte ich noch mal kurz die Preise ansprechen. Die getestete RTX 2060 von Zotac wandert aktuell für ca. 390*, die RTX 2070 für 610* und die RTX 2080 für ganze 900 Euro* über die Ladentheke. Das gilt zumindest für unseren Shop, die Straßenpreise sind mit ungefähr 380, 590 und 800 Euro etwas geringer. Trotzdem beträgt der prozentuale Aufpreis von der RTX 2060 zur RTX 2070 damit ca. 55% und zur RTX 2080 sogar 111%. Sicherlich, das Preis-Leistungsverhältnis dürfte bei der RTX 2060 am besten sein. Es bleibt jedoch die Frage bestehen, wie viel Mehrleistung die beiden leistungsstärkeren Grafikkarten für den saftigen Preisaufschlag wirklich bieten.

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      RTX und Full HD-Gaming

      Kommen wir als erstes zu den Benchmarks in FHD. Für viele ist 1080p immer noch der Maßstab. Hier sollten die neuesten Grafikkarten alle keine Probleme haben. Als erstes Beispiel schauen wir uns dafür The Witcher 3 an. Auf maximalen Details liefert uns die RTX 2060 ganze 75 FPS, die RTX 2070 kommt auf 91 FPS und die RTX 2080 auf 108 FPS.

      Ein noch besseres Bild präsentiert sich bei Rise of The Tomb Raider. Durchschnittlich liefert die RTX 2080 ungefähr 137 FPS und damit auch an einem 144 Hz-Monitor ein butterweiches Spielgefühl. Die RTX 2070 kommt auf sehr gute 130 Bilder pro Sekunde und die RTX 2060 landet bei 91 FPS.

      Bei Ghost Recon Wildlands wird es schon kritischer. Die RTX 2060 fällt auf Detaillevel Ultra mit einer durchschnittlichen Framerate von 58 unter die magische 60 FPS-Grenze. Die RTX 2070 kommt auf 66 und die RTX 2080 auf 76 FPS. In der Tabelle habe ich die jeweiligen FPS und auch die prozentualen Unterschiede etwas übersichtlicher dargestellt.

      Full HD RTX
      2060
      RTX
      2070
      RTX
      2080
      The Witcher 3
      Detailstufe FPS FPS % vs 2060 FPS % vs 2060 % vs 2070
      Sehr hoch 75 91 21,3% 108 44,0% 18,7%
      Hoch 99 111 12,1% 127 28,3% 14,4%
      Mittel 127 152 19,7% 171 34,6% 12,5%
      Ø 17,7% 35,6% 15,2%
      Rise of The Tomb Raider
      Sehr hoch 91 130 42,9% 137 50,5% 5,4%
      Hoch 109 141 29,4% 153 40,4% 8,5%
      Mittel 117 149 27,4% 160 36,8% 7,4%
      Ø 33,2% 42,6% 7,1%
      Ghost Recon Wildlands
      Ultra 58 66 13,8% 76 31,0% 15,2%
      Sehr hoch 85 101 18,8% 114 34,1% 12,9%
      Hoch 102 114 11,8% 129 26,5% 13,2%
      Ø 14,8% 30,5% 13,7%
      Far Cry 5
      Sehr hoch 94 98 4,3% 98 4,3% 0,0%
      Hoch 100 106 6,0% 105 5,0% -0,9%
      Mittel 104 112 7,7% 111 6,7% -0,9%
      Gesamt-Ø
      (ohne FC5)
      21,9% 36,2% 12,0%

      Im Durchschnitt ist die RTX 2070 in The Witcher 3, Rise of The Tomb Raider und Ghost Recon Wildlands knapp 22% schneller als die RTX 2060. Der Vorteil fällt in den einzelnen Spielen allerdings unterschiedlich aus: The Witcher 3 (+17,7%), Rise of The Tomb Raider (+33,2%), Ghost Recon Wildlands (+14,8%). Die größten Leistungsunterschiede gibt es demnach in Rise of The Tomb Raider.

      Die RTX 2080 ist in den drei Titeln im Durchschnitt ungefähr 12% schneller als die RTX 2070. Der Unterschied zwischen den beiden Karten fällt in FHD also deutlich geringer aus als zwischen RTX 2060 und 2070. Das liegt aber auch an der Begrenzung durch die CPU. Die RTX 2080 ist am Ende ca. 36,2% schneller als die RTX 2060.

      Alle drei RTX-Karten liefern für AAA-Blockbuster in Full HD genügend Leistung ab. Das war zwar zu erwarten, trotzdem gibt es bspw. mit Ghost Recon Wildlands auch schon in dieser Auflösung Titel, die in kritische FPS-Regionen vorstoßen. Zumindest in FHD ist der durchschnittliche Performance-Abstand (basierend auf den Werten von The Witcher 3, Rise of The Tomb Raider und Ghost Recon Wildlands) zwischen RTX 2060 und RTX 2070 mit knapp 22% deutlich größter als zwischen RTX 2070 und RTX 2080 mit ca. 12%. Far Cry 5 können wir hier außen vor lassen, denn die FPS werden durch die CPU limitiert.


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      RTX-Grafikkarten bei uns im Shop

      RTX und WQHD-Gaming

      Mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln hat WQHD etwa 75% mehr Pixel als Full HD. Entsprechend mehr müssen die drei RTX-Grafikkarten hier leisten. In dieser Auflösung wird schnell ersichtlich, was sich auch schon in Full HD abgezeichnet hat. Der Leistungszuwachs zwischen den drei Grafikkarten ist nicht linear und abhängig vom jeweiligen Spiel und der Auflösung.

      In WQHD ist die RTX 2070 in The Witcher 3, Rise of The Tomb Raider und Ghost Recon Wildlands im Schnitt 33,4% schneller als die RTX 2060. Der generelle Leistungsunterschied zwischen den beiden Karten fällt in dieser Auflösung also wesentlich größer aus. Auch hier ist es von Spiel zu Spiel unterschiedlich: The Witcher 3 (+23,8%), Rise of The Tomb Raider (+60,5%), Ghost Recon Wildlands (+15,8%). In WQHD gibt es demnach bei Rise of the Tomb Raider massive Leistungsunterschiede zwischen RTX 2060 und 2070.

      Zwischen der RTX 2070 und der RTX 2080 fällt die generelle Performance-Lücke etwas größer aus als noch in Full HD. Die RTX 2080 ist im Mittel 17,3 Prozent schneller als die RTX 2070 und 56,1% schneller als die RTX 2060. Den größten Unterschied gibt es bei Rise of the Tomb Raider bei sehr hohen Details. Mit 113 FPS kommt die RTX 2080 hier auf fast doppelt so viele FPS wie die RTX 2060 mit 59 FPS.

      WQHD RTX
      2060
      RTX
      2070
      RTX
      2080
      The Witcher 3
      Detailstufe FPS FPS % vs 2060 FPS % vs 2060 % vs 2070
      Sehr hoch 52 66 26,9% 73 40,4% 10,6%
      Hoch 60 75 25,0% 98 63,3% 30,7%
      Mittel 82 98 19,5% 127 54,9% 29,6%
      Ø 23,8% 52,9% 23,6%
      Rise of The Tomb Raider
      Sehr hoch 59 98 66,1% 113 91,5% 15,3%
      Hoch 72 115 59,7% 131 81,9% 13,9%
      Mittel 79 123 55,7% 140 77,2% 13,8%
      Ø 60,5% 83,6% 14,3%
      Ghost Recon Wildlands
      Ultra 46 53 15,2% 61 32,6% 15,1%
      Sehr hoch 67 78 16,4% 88 31,3% 12,8%
      Hoch 76 88 15,8% 100 31,6% 13,6%
      Ø 15,8% 31,8% 13,9%
      Far Cry 5
      Sehr hoch 77 88 14,3% 93 20,8% 5,7%
      Hoch 82 93 13,4% 98 19,5% 5,4%
      Mittel 88 100 13,6% 104 18,2% 4,0%
      Gesamt-Ø
      (ohne FC5)
      33,4% 56,1% 17,3%

      In Far Cry 5 ist die RTX 2070 im Schnitt 31,6% schneller. Der Unterschied zwischen RTX 2070 und RTX 2080 fällt mit 15,8% in etwa so aus wie in den anderen Titeln. Das gilt auch für den Leistungsunterschied zwischen RTX 2060 und RTX 2080. Letztere liegt mit einer Mehrleistung von 52,6% fast genau im Durchschnitt.

      Insgesamt eignen sich alle Karten gut zum Spielen in WQHD. Allerdings bietet nur die RTX 2080 in den getesteten Spielen wirklich durchschnittlich 60 FPS in jeder Lebenslage. Unter 60 FPS fällt die RTX 2060 mit 52 FPS in The Witcher 3 und 59 FPS in Rise of the Tomb Raider beim höchsten Detaillevel. In Ghost Recon Wildlands landet sie nur auf der dritthöchsten Detailstufe mit 61 FPS knapp oberhalb der magischen Grenze. Auf der höchsten Detailstufe landet auch die RTX 2070 mit 53 FPS in GRW nicht ganz sauber im Ziel. Trotzdem ist das noch weit entfernt von einem ruckeligen Spielerlebnis.

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      RTX-Grafikkarten bei uns im Shop

      RTX und 4K UHD-Gaming

      Wirklich interessant wird es aber erst jetzt. 4K UHD-Gaming ist die neue Königsdisziplin. Wer sich für mehrere Tausend Euro Hardware anschafft und auch einen entsprechenden Monitor sein Eigen nennt, will dafür auch etwas geboten bekommen. 60 FPS sollten hier mit den neuesten Grafikkarten von NVIDIA doch im Bereich des Möglichen sein – oder nicht?

      Bei The Witcher 3 ist das schon mal nicht der Fall. Selbst bei mittleren Details kommt die RTX 2080 nur auf 57 FPS. Insgesamt ist sie in dem Titel 19,1% schneller als die RTX 2070 und 43,6% schneller als die RTX 2060, die sich im Bereich von 30 bis 43 FPS bewegt. Das verstehen Konsolenspieler zwar als normales Spielerlebnis, schön ist für mich aber trotzdem anders.

      In Rise of the Tomb Raider fallen die Unterschiede auch in UHD am größten aus. Die RTX 2070 liefert mit 55 FPS auf der höchsten Detailstufe ein gutes Ergebnis ab und ist im Mittel fast 90% schneller als die RTX 2060. Die RTX 2080 hat keine Probleme und bleibt mit 66, 82 und 88 FPS auf den drei höchsten Detailstufen immer im gut spielbaren Bereich. Sie schlägt die Performance der RTX 2060 bzw. RTX 2070 mit einem Plus von 129,2% bzw. 21,5%.

      In Ghost Recon Wildlands sieht es ganz anders aus. Die magische 60-FPS-Grenze überschreitet lediglich die RTX 2080 mit 61 FPS auf der dritthöchsten Detailstufe. Auf der höchsten Detailstufe bieten alle drei Grafikkarten mit 26, 33 und 37 kein wirklich schönes Spielerlebnis. Die prozentualen Unterschiede hören sich natürlich mit durchschnittlich +27% und +42,3% deutlich höher an als die tatsächlichen FPS-Unterschiede von +6 und +11 FPS.

      UHD RTX
      2060
      RTX
      2070
      RTX
      2080
      The Witcher 3
      Detailstufe FPS FPS % vs 2060 FPS % vs 2060 % vs 2070
      Sehr hoch 30 37 23,3% 44 46,7% 18,9%
      Hoch 33 41 24,2% 50 51,5% 22,0%
      Mittel 43 49 14,0% 57 32,6% 16,3%
      Ø 20,5% 43,6% 19,1%
      Rise of The Tomb Raider
      Sehr hoch 29 55 89,7% 66 127,6% 20,0%
      Hoch 35 67 91,4% 82 134,3% 22,4%
      Mittel 39 72 84,6% 88 125,6% 22,2%
      Ø 88,6% 129,2% 21,5%
      Ghost Recon Wildlands
      Ultra 26 33 26,9% 37 42,3% 12,1%
      Sehr hoch 39 47 20,5% 54 38,5% 14,9%
      Hoch 44 53 20,5% 61 38,6% 15,1%
      Ø 22,6% 39,8% 14,0%
      Far Cry 5
      Sehr hoch 41 49 19,5% 57 39,0% 16,3%
      Hoch 43 52 20,9% 61 41,9% 17,3%
      Mittel 46 55 19,6% 64 39,1% 16,4%
      Ø
      20,0% 40,0% 16,7%
      Gesamt-Ø
      37,9% 63,1% 17,8%

      In Far Cry 5 erreichen die drei Grafikkarten etwas bessere Ergebnisse. Die RTX 2060 kommt immerhin auf 41, 43 und 46 FPS. Die RTX 2070 ist im Mittel ca. 20% schneller und kommt auf 49, 52, und 55 FPS. Mehr als 60 FPS liefert nur die RTX 2080 bei mittleren und hohen Details mit 61 und 64 Bildern pro Sekunde. In Prozenten ausgedrückt ist die RTX 2080 ca. 40% schneller als die RTX 2060 und 16,7% schneller als die RTX 2070.

      Unterm Strich ist lediglich die RTX 2080 wirklich zum Spielen in UHD geeignet, doch auch sie bietet auf hohen und sehr hohen Detailstufen nur selten mehr als 60 FPS. Im Durchschnitt ist die RTX 2070 in UHD – basierend auf den vier getesteten Spielen – knapp 38% schneller als die RTX 2060. Die RTX 2080 ist ungefähr 18% schneller als die RTX 2070 und ca. 63% schneller als die RTX 2060.

      Der Vollständigkeit halber gibt es zum Abschluss noch die Ergebnisse aus 3DMark, FF15-Benchmark und CineBench R15.

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      Fazit: Detailstufen machen den Unterschied

      Mit den NVIDIA GeForce RTX 2060, 2070 und 2080-Grafikkarten habe ich drei brandneue und leistungsstarke GPUs getestet. Wer heutzutage eine neue Grafikkarte sucht und nicht kürzlich Bitcoin-Millionär geworden ist, muss sich über kurz oder lang zwischen diesen drei GPUs entscheiden. Das gilt insbesondere, weil es von AMD derzeit einfach keine empfehlenswerten Alternativen gibt.

      Aktuell kostet die RTX 2060 im Netz ungefähr 380*, die RTX 2070 ca. 590* und die RTX 2080 in etwa 800 Euro*. Damit beträgt der Aufpreis von der RTX 2060 zur RTX 2070 prozentual gesehen ca. 55% und zur RTX 2080 sogar 111%. So hoch fallen die Unterschiede bei der Leistung mitnichten aus: Die RTX 2070 ist im Mittel ca. 33% schneller als die RTX 2060. Die RTX 2080 hingegen ist knapp 16% schneller als die RTX 2070 und 54,4% schneller als die RTX 2060. (Die Werte basieren auf den FPS-Ergebnissen aus The Witcher 3, Rise of The Tomb Raider und Ghost Recon Wildlands.)

      Die Leistungsunterschiede fallen je nach Spiel und Auflösung unterschiedlich aus. Die größten Unterschiede zwischen den Grafikkarten gab es in diesem Test bei Rise of The Tomb Raider. Generell ist die RTX 2060 eine empfehlenswerte Grafikkarte für Full HD-Gaming bei sehr hohen Details. Wenn ihr in WQHD einen Gang bei den Details zurückschaltet, solltet ihr mit der Grafikkarte auch hier glücklich werden. Die RTX 2070 eignet sich auch bei sehr hohen Details gut für WQHD. Bei mittleren Details müsst ihr auch den Ausflug in UHD nicht scheuen. Mehr als 60 FPS bietet auf höhereren Detailstufen in UHD aber letztendlich nur die RTX 2080. Von maximalen Details solltet ihr jedoch auch bei ihr absehen.

      Für mich ist die GeForce RTX 2070 die goldene Mitte und damit die empfehlenswerteste der drei Grafikkarten. Wenn man aber bedenkt, dass die getesteten Spiele teilweise schon mehrere Jahre alt sind, dann ist die aktuelle Grafikkartengeneration gefühlt irgendwie eine suboptimale Zwischenlösung. 60 FPS in UHD bei sehr hohen Details sind selten drin, geschweige denn 100 FPS und mehr, die sie für 144 Hz-Monitore interessant machen. Hier hilft es nur, das Detaillevel zu reduzieren oder via SLI gleich auf die doppelte Leistung zu setzen. Das ist allerdings nicht wirklich zufriedenstellend und auch viel zu teuer.

      RTX-Grafikkarten bei uns im Shop

      Stand: 07. März 2019

      Veröffentlicht von Sascha

      Gamer, Filmliebhaber & Hobby-Fotograf – also alles was eine gute Geschichte erzählt. Großer Fan von durchdachten Produkten und Privatsphäre. Nach zehn Jahren im Google-System derzeit im Apple-Kosmos unterwegs und soweit zufrieden.

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