Intel NUC13RNGi9 und NUC13ANHi7: Beeindruckend klein und stark

      Intel NUC13RNGi9 und NUC13ANHi7: Beeindruckend klein und stark

      Intel hat mehreren Modellen seiner NUCs ein Upgrade auf die 13. Prozessor-Generation verpasst. Die Intel NUC13RNGi9 bietet extrem viel Leistung, die Intel NUC13ANHi7 ist dagegen ein kompakter und stromsparender Rechner.

      Next-Unit-of-Computing (kurz NUC) sind besondere Mini-Rechner, die direkt von Intel entwickelt und vertrieben werden. Intel ist damals direkt auf den aufkommenden Trend von kleinen und stromsparenden Computern aufgesprungen. Inzwischen gibt es diverse Hersteller, die solche kompakten Rechner anbieten. Und nicht nur mit Intel-Prozessoren, sondern auch mit Rechenherzen der roten Konkurrenz.

      Intels NUCs sind und bleiben aber die „Vorzeige-Geräte“ in der Produkt-Kategorie und sollen vor allem die Stärken von Intels Core-Prozessoren und die Motherboard(-Chips) in ein gutes Licht rücken. Mit Intels aktueller 13. Generation an CPUs (alias Raptor-Lake) wurde es auch Zeit für überarbeitete NUCs. Zwei davon haben ihren Weg zu uns gefunden: Intel NUC13RNGi9 (Raptor Canyon) und Intel NUC13ANHi7 (Arena Canyon).


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      Wichtig: Bei Intels Mini-Computern bekommt ihr das Gehäuse, samt verbautem Mainboard, Prozessor und einigen Lüftern. Andere Komponenten, wie etwa Grafikkarte, Arbeitsspeicher und Festplatten, sind nicht dabei und müssen zusätzlich besorgt werden. Intel war so freundlich und hat uns bereits fertig ausgerüstete Geräte zugeschickt. Eure Leistung kann also – durch andere Hardware – variieren.

      Technische Details

      Technische Daten Intel NUC 13 Pro Kit RNUC13ANHI70002 (Arena Canyon)
      Prozessor Intel Core i7-1360P, 12 Kerne / 16 Threads, bis zu 5,0 GHz, 18MB Cache, 28W TDP
      Grafik Intel UHD Graphics Xe 96EU, 128MB
      Arbeitsspeicher 2 x 16 GB, DDR4-SODIMM (1.2V), 3200 MHz
      max. 64 GB
      Festplatte SAMSUNG MZVL2512HCJQ-00B00 (512 GB, PCI-E 4.0 x4)
      2x M.2- und 1x 2.5″-Laufwerk
      M.2 SSD: PCIe x4 Gen 4, PCIe x1 Gen 3
      Netzwerk Intel Ethernet Controller i226-V
      Intel Wi-Fi 6E AX211 (Gig+)
      Bluetooth 5.3
      Anschlüsse 2x USB-A (3.2)
      1x USB 3.2
      1x USB 2.0
      2x Thunderbolt 4 (DP 1.4a)
      2x HDMI 2.1 (TMDS kompatibel)
      1 x Ethernet (RJ-45)
      1 x Kopfhörer/Mikrofon-Kombibuchse (3.5 mm)
      1x Stromanschluss
      Stromanschluss 120 Watt Netzteil, Eingangsspannung: 12-20 VDC
      Enthaltene Komponenten VESA-Bracket
      Mainboard-Format UCFF (4″ x 4″)
      Abmessungen 11,2 x 11,7 x 5,4 cm (B x T x H)
      Preis 587,99 Euro*
      Intel NUC 13 Pro Kit NUC13ANHI7 (Arena Canyon) im Shop
      Technische Daten Intel NUC 13 Extreme Kit – RNUC13RNGI90002 (Raptor Canyon)
      Prozessor Intel Core i9-13900K, 24 Kerne / 32 Threads, 8P und 16 E, 3,0 – 5,8 GHz, 36MB Cache, 125 W TDP
      Grafik Intel UHD Graphics 770 (32EU)
      NVIDIA GeForce RTX 3080, 12GB GDDR6
      Unterstützt PCIe x16 Gen5 mit einer Größe von 3 Slots
      Arbeitsspeicher 2 x 16 GB, DDR5-SODIMM, 4800 MHz
      max. 64 GB
      Festplatte KINGSTON SFYRS1000G (1000 GB, PCI-E 4.0 x4)
      NVMe-M.2-SSD: 2x via PCH, 1x via CPU
      2x 2,5″ Schacht
      Netzwerk Intel Killer Wi-Fi 6E AX1690i
      Bluetooth 5.2
      Ethernet LAN (10GbE, AQC113 + Intel i226-V)
      Anschlüsse 1x HDMI 2.1
      8x USB 3.2 Gen 2 Typ-A
      2x USB 3.2 Gen 2 Typ-C
      2x Thunderbolt 4 (USB4)
      1 x Ethernet (RJ-45)
      1x Stromanschluss
      Mainboard-Chipsatz Intel Z690
      Netzteil 750 Watt, 80 Plus Zertifizierung
      Audio-Anschlüsse Rückseite 7.1 digital, 3x 3.5mm
      Vorne 1x Kopfhörer/Mikrofon-Kombibuchse (3.5 mm)
      Abmessungen 12,9 x 33,7 x 31,8 cm (B x T x H)
      Gewicht 2,50 Kg
      Preis 1.473,99 Euro*
      Intel NUC 13 Extreme Kit – NUC13RNGI9 (Raptor Canyon) im Shop

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      Lieferumfang

      Die kompakte Intel NUC13ANHi7 kommt in einem kleinen Karton ohne viel Schnick-Schnack: NUC, Stromkabel (kein Netzteil), etwas Papierkram und das wars.

      Die große Intel NUC13RNGi9 kam in einer interessanten Truhe, wird wohl aber so nicht im Handel verkauft und ist nur für Journalisten. Darin enthalten war die NUC, das Stromkabel, ein USB-Stick mit Treibern und natürlich der übliche Papierkram.

      Auf beide Geräte gibt Intel drei Jahre Garantie. Welche Teile und Dienstleistungen darin enthalten sind, könnt ihr hier nachlesen.

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      Design und Verarbeitung

      Das Design des Intel NUC 13 Pro Kit NUC13ANHi7 (Arena Canyon) ist subtil und passt daher perfekt in jedes Setup.

      Das Gehäuse selbst besteht aus Aluminium und einigen Kunststoff-Elementen. Es wirkt insgesamt hochwertig und robust, jedoch immer noch recht leicht.

      Diese Art von Mini-Rechnern wird besonders gerne in Büros eingesetzt und verschwindet häufig – über die vorhandenen VESA-Halterungen – an der Rückseite eines Monitors.

      Die größere Intel NUC 13 Extreme Kit – NUC13RNGi9 (Raptor Canyon) sieht dagegen schon spannender aus. Auch hier kommt großteils Aluminium zum Einsatz. Das Gehäuse wirkt damit sehr robust, bekommt aber auch ein gewisses Gewicht.

      Das Gehäuse erinnert an einen geschrumpften Tower-PC, ist für die verbaute Hardware aber immer noch sehr kompakt. Ein Blick ins Innere zeigt, wie eng hier alle Komponenten verbaut wurden:

      Das Innere macht einen sehr aufgeräumten Eindruck.

      Um bei der kompakten Bauweise dennoch eine gute Kühlung zu ermöglichen, sind alle Seiten des Gehäuses mittels Mesh-Gittern und Lüftungsschlitzen geöffnet. Zudem ist die Hardware (GPU, CPU, Netzteil etc.) so aufgeteilt, dass sich deren warme Luft möglichst wenig miteinander vermischt und zu Hitzestau im Inneren führt. Einen wirklichen Airflow, wie bei großen Tower-Gehäuse gibt es aber nicht. Hier wird einfach auf möglichst viel Frischluft von allen Seiten gesetzt.

      Die NUC13RNGi9 wirkt wie ein geschrumpfter Tower-PC.

      Die (geschlossene) Front bietet einen netten „Gitter“-Aufdruck, der das Design der Seiten weiterführt. Ein nettes kleines Detail.

      Für einige Nutzer*innen ebenfalls positiv: Am Gehäuse selbst gibt es keine RGB-Elemente. Natürlich können diese aber nachgerüstet werden.

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      Anschlüsse

      Intel ist bei den Vorzeige-Mini-Rechnern meist sehr großzügig mit modernen Anschlüssen, so auch bei den aktuellen Modellen.

      Die NUC ist ein herrlich aufgeräumter Anblick auf dem Tisch.

      Die kleine Intel NUC13ANHi7 bietet auf der Vorderseite zweimal USB-A (3.2) und eine Kopfhörer/Mikrofon-Kombibuchse.

      Auf der Rückseite gibt es einmal USB-A (3.2), einmal USB-A (2.0), zweimal Thunderbolt 4, zweimal HDMI 2.1, einmal Ethernet (RJ-45) und einen Stromanschluss. Neben den physischen Anschlüssen bietet es noch einen WLAN-Chip von Intel mit WiFi 6E (802.11ax) und Bluetooth 5.3.

      Die Intel NUC13RNGi9 besitzt durch seine Größe natürlich deutlich mehr Anschlüsse:

      An der Front bzw. Oberseite gibt es zweimal USB-A, einmal USB-C und einen Klinkenanschluss.

      Die Rückseite beherbergt einmal HDMI 2.1, achtmal USB-A (3.2 Gen 2), zweimal Thunderbolt 4, zweimal Ethernet (RJ-45), dreimal Klinke (7.1 digital) und den Stromanschluss des Netzteils. Dazu kommen noch die Videoausgänge der verbauten Grafikkarte. Gefunkt wird hier mit einem WLAN-Chip von Intel mit Wi-Fi 6E AX211 und Bluetooth 5.2.

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      Intel NUC 13 Pro Kit NUC13ANHI7 (Arena Canyon) im Shop

      Leistung

      Besonders spannend ist die Leistung bei solchen kompakten Computern. Während die kleine Intel NUC13ANHi7 mit einem Intel Core i7-1360P daherkommt und sich auf die interne Grafikeinheit verlassen muss, gibt es bei der Intel NUC13RNGi9 einen Intel Core i9-13900K und eine Desktop-Grafikkarte deiner Wahl.

      Die Leistung hängt hier natürlich stark von der gewählten Grafikkarte ab, in meinem fertigen Testgerät steckt eine Nvidia GeForce RTX 3080.

      Assassin’s Creed Valhalla

      Valhalla ist ein gewaltiges Open-World-Abenteuer mit schicker Grafik. Leider braucht es für diese offene Welt ordentlich GPU-Leistung, aber vor allem Grafikspeicher (VRAM). Auf den höchsten Einstellungen und 4K-Auflösung kommt die Intel NUC13RNGi9 im Schnitt auf ganze 78 FPS.

      Für die Intel NUC13ANHi7 ist das Wikinger-Abenteuer leider zu viel und der Benchmark stürzt selbst bei den niedrigsten Einstellungen und FullHD-Auflösung nach einer Weile ab. Erreicht aber bis dahin Werte um die 25 FPS.

      Anno 1800

      Im Aufbau-Strategie-Hit aus Deutschland werden von der Intel NUC13RNGi9 in den höchsten Einstellungen, DX12 und 4K-Auflösung ganze 122 FPS im Durchschnitt berechnet.

      Die deutlich kompaktere Intel NUC13ANHi7 erreicht bei maximalen Einstellungen und 4K-Auflösung nur 18 FPS. Geht man hier auf eine viel passendere FullHD-Auflösung und mit den Details auf „Mittel“ sind es spielbare 61 FPS.

      Counter-Strike: Global Offensive

      Der wohl berühmteste E-Sport-Titel erreicht in unserem realitätsbezogenen Benchmark (geskriptetes Match mit Bots) auf der Intel NUC13RNGi9 in den höchsten Einstellungen und 4K-Auflösung flüssige 385,48 FPS.

      Die Intel NUC13ANHi7 strauchelt zwar etwas, erreicht aber mit den niedrigsten Einstellungen und 4K-Auflösung immerhin 49 FPS. Geht man mit der Auflösung runter auf FullHD können die Details hochgedreht werden: Ganze 89 FPS mit den höchsten Einstellungen.

      Shadow of the Tomb Raider

      Im aktuellsten Teil von Tomb Raider erreicht die Intel NUC13RNGi9 bei einer Auflösung von 4K mit den höchsten Einstellungen und Raytracing im Schnitt 71 FPS, mit deaktivierten Raytracing geht es hoch auf 100 FPS. Geht man mit der Auflösung runter auf FullHD sind ohne Raytracing ganze 229 FPS möglich.

      Die kleine Intel NUC13ANHi7 erreicht in FullHD mit niedrigsten Einstellungen ganze 33 FPS, also Gaming auf Konsolen-Niveau. Es gibt aber die Option für Intels XeSS-Technologie, mit der man auf etwa 50 FPS kommen kann.

      Cinebench R23 & R20

      Die Intel NUC13RNGi9 landet in CB R23 bei 2.215 Punkten im Single-Core und 34.953 Punkten im Multi-Core-Test. Im etwas älteren CB R20 sind es 849 Punkte im Single-Core und 13.491 Punkte im Multi-Core-Test.

      Die Intel NUC13ANHi7 erreicht mit seinem Intel Core i7-1360P in CB R23 1.815 Punkte im Single-Core und 11.921 Punkte im Multi-Core-Test. In CB R20 sind es 698 Punkte im Single-Core und 4.603 Punkte im Multi-Core-Test.

      Kurzum: Das Flaggschiff Intel Core i9-13900K in der NUC13RNGi9 ist ein wahres Leistungsmonster und bestens geeignet für leistungshungrige Multi-Core-Aufgaben und Spiele. Der Intel Core i7-1360P in der NUC13ANHi7 bietet zwar weniger rohe Leistung, arbeitet dafür aber auch deutlich stromsparender.

      DaVinci Resolve

      Als Testprojekt haben wir einen 1-minütigen Werbeclip mit vielen Effekten und Text. Die Intel NUC13RNGi9 exportierte das Projekt 4K-YouTube-Preset in 22 Sekunden. Mit dem Preset für 1080p dauerte der Export nur 14 Sekunden.

      Aber auch die kleine Intel NUC13ANHi7 mit nur einer integrierten Grafikeinheit braucht sich nicht zu verstecken: Das Projekt wurde mit 4K-YouTube-Preset in 137 Sekunden und mit dem 1080p-Preset in 46 Sekunden exportiert.

      Leistung – Fazit

      Natürlich darf das Totenkopf-Logo der Gaming-NUCs nicht fehlen.

      Die Intel NUC13RNGi9 ist wenig überraschend ein sehr leistungsfähiger Computer, ein Flaggschiff-Prozessor und eine starke Grafikkarte machen es möglich. Aktuelle AAA-Spiele auf den höchsten Einstellungen und Videoproduktion sind damit kein Problem.

      Obwohl die Intel NUC13ANHi7 ganz klar für den Einsatz im Büro oder als Medien-Rechner gedacht ist, bietet es dank des schnellen Prozessors auch ausreichend Leistung für einige aktuelle Spiele (mit Einschränkungen) und Videoschnitt.

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      Intel NUC 13 Extreme Kit – NUC13RNGI9 (Raptor Canyon) im Shop

      Temperatur

      Aufgrund der geringen Größe sind Intel NUCs bei ihren Kühlsystemen etwas eingeschränkt. Hier nutzen Intels Ingenieure Tricks, um die Temperaturen im Inneren auf einem guten Niveau zu halten.

      Bei der kleinen Intel NUC13ANHi7 gibt es einen aktiven Kühler, der sich ganz oben im Gehäuse befindet und direkt die CPU kühlt. Auf der Unterseite befinden sich dann die Komponenten, die nicht so viel Wärme erzeugen und damit passiv gekühlt werden können. Die CPU ist hier das Herz des Systems und „muss“ am meisten gekühlt werden.

      Während des Alltags bleiben die Lüfter aus oder drehen nur mit einer geringen Geschwindigkeit, was die Intel NUC13ANHi7 zu einem angenehm leisen Gerät macht. Unter Last – wie etwa Videoschnitt oder Spiele – bewegt sich die Lautstärke bei etwa 45 dB(A). Die gesamte CPU wurde kurzzeitig 105 Grad heiß, pendelt sich dann aber zwischen 70 und 80 Grad ein. Auch die verbaute iGPU wurde bei Spielen stark belastet und erreichte einen Spitzenwert von 100 Grad. Die restliche Hardware bleibt mit Werten zwischen 50 und 60 Grad nie zu heiß.

      Die Intel NUC13RNGi9 arbeitet mit zwei Gehäuselüftern auf der linken Seite, einem Lüfter fürs Netzteil, einem CPU Lüfter samt einer großen Heatpipe und den jeweiligen Lüftern der Grafikkarte.

      Das Kühlsystem ist für den kleinen Raum erstaunlich gut konzipiert: Der CPU-Lüfter saugt frische Luft an und leitet die Wärme an die danebenliegende Heatpipe. Die dort angestaute Wärme wird dann vom Gehäuselüfter auf der linken Seite abgeführt. Der zweite Gehäuselüfter leitet die Abwärme der GPU aus dem Gehäuse. So gibt es zwar keinen „klassischen“ Airflow, aber die Hitze staut sich nicht im kleinen Gehäuse.

      Wenig überraschend ist dafür die Hitzeentwicklung im Inneren: Der High-End-Prozessor erreicht maximal 100 Grad und drosselt dann etwas nach unten. Während Last pendelt sich die Temperatur dann bei 80 bis 90 Grad ein. Im Alltag bleibt die CPU mit rund 40 Grad kühl. Die Grafikkarte bekommt von der restlichen Hitzeentwicklung wenig ab und muss sich quasi nur selbst kühlen. Sie wird unter Volllast knapp 66,5 Grad heiß und bei Spielen sind es rund 50 Grad. Die restliche Hardware, wie etwa Festplatten, werden durch den begrenzten Airflow etwas warm, bewegen sich aber auf einem guten Niveau.

      Leider ist die Intel NUC13RNGi9 bei Spielen oder beim Videoschnitt nicht gerade leise und die Lüfter müssen ordentlich arbeiten. Die Lautstärke bewegt sich bei etwa 61 dB(A).

      Aufrüsten

      Gleich vorweg: Intel NUCs sind besonders kompakte Computer, weshalb sie nur begrenzt oder mit Einschränkungen aufrüstbar sind. Solltet ihr häufig eure Hardware austauschen oder erneuern wollen, gibt es mit Mini-ITX-Gehäusen deutlich „angenehmere“ Desktop-Rechner.

      Bei der kleinen Intel NUC13ANHi7 lassen sich die beiden Arbeitsspeicher-Riegel und das WLAN-Modul (22×30 (E)) austauschen. Es bietet Platz für bis zu zwei NVMe-SSDs (22×80 NVMe (M), 22×42 SATA (B)) und eine 2,5-Zoll-SSD. Abgesehen davon ist hier alles fest verbaut.

      Die Intel NUC13RNGi9 ist eine der größten NUCs und bietet gute Möglichkeiten zum Aufrüsten: Der Arbeitsspeicher (zwei Slots), die Grafikkarte (maximal 3 Slots dick), drei NVMe-Steckplätze, zwei 2,5-Zoll-SSDs, das WLAN-Modul, die CPU und das Netzteil lassen sich austauschen. Letzteres ist aber aufgrund der speziellen Größe etwas schwieriger.

      Positiv: Alle Seitenteile sind gesteckt und mit Magneten gesichert. Nur bei der Oberseite muss eine Schraube (händisch) gelöst werden. Damit ist es super einfach, an das Innenleben zu kommen.

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      Intel NUC13RNGi9 und NUC13ANHi7: Beeindruckend klein und stark

      Für mich sind Intel NUCs spannende Konzepte von leistungsfähigen aber sehr kompakten Rechnern. Beide Modelle haben klare Einsatzgebiete:

      Die Intel NUC13ANHi7 ist durch seine Größe und den geringen Stromverbrauch ein ideales Gerät für das Büro oder als Medien-Rechner.

      Die Intel NUC13RNGi9 ist dagegen ein vollständiger Gaming-PC mit möglichst kleinem Fußabdruck. Hier wurde leistungsfähige Hardware von Intel nicht einfach in ein Mini-ITX-Gehäuse gesteckt, sondern ein passgenaues und durchdachtes System erschaffen. Hut ab vor den Ingenieuren!

      Mit einem Preis von 1.473,99 Euro* für die Intel NUC13RNGi9 und 587,99 Euro* für die Intel NUC13ANHi7, sind die NUCs nicht gerade günstig. Vor allem, da Arbeitsspeicher, Festplatten, Betriebssystem und – je nach NUC – noch eine Grafikkarte dazu gekauft werden müssen.

      Die höheren Anschaffungskosten – im Vergleich zu einem normalen Desktop-Rechner – fallen hier aufgrund der kompakten und hochwertigen Bauweise an. Für das Geld bekommen Käufer*innen aber leistungsfähige und spannende Mini-Rechner auf hohem Niveau.

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      Intel NUC 13 Pro Kit NUC13ANHI7 (Arena Canyon) im Shop
      Intel NUC 13 Extreme Kit – NUC13RNGI9 (Raptor Canyon) im Shop

      via Intel NUC 13 NUC13RNGI9, Intel NUC 13 NUC13ANHI7 – Stand: 07.2023

      Veröffentlicht von Daniel

      Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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