HP 250 G9: Preiswerter Alltagsbegleiter

      HP 250 G9: Preiswerter Alltagsbegleiter

      HP bietet mit den Notebooks der 250er-Reihe ansprechende und preiswerte Allround-Geräte an. Das HP 250 G9 wurde bereits durch das G10 ersetzt, ist deshalb aber oft richtig günstig zu bekommen und daher ein P/L-Sieger.

      Das HP 250 gibt es in unterschiedlichen Versionen. Es ist eine beliebte und meist auch gute Wahl, wenn es ein zweckmäßiges Allround-Notebook sein soll. Die Geräte kommen auch gerne in großer Stückzahl bei Betrieben zum Einsatz. Das Design ist schlicht und klassisch, die Ausstattung ordentlich und sie reichen für den Alltag vollkommen aus.

      Ältere Geräte gibt es meist günstig auf dem Gebrauchtmarkt und die letzte Generation (hier das G9) oft deutlich reduziert als Neuware zu kaufen. Bei uns kostet das HP 250 G9 aktuell 379,00 €* (UVP: 710,00 €). Der Preis ist aber in den letzten Wochen und Monaten immer stabil unter 400 Euro geblieben. Daher haben wir uns einmal gefragt, wie gut sich ein Notebook für weniger als 400 Euro so schlägt?

      Auf dem Papier macht sich das HP 250 G9 gut: Ein großes 15,6-Zoll-Display, ein halbwegs aktueller Intel Core i3-1215U und dazu 8 GB DDR4 RAM. Eine SSD mit 512 GB und Windows 11 sind ebenfalls dabei.

      Technische Daten HP 250 G9 7N029ES
      Display 15,6 Zoll entspiegeltes IPS, 1920 x 1080 Pixel (Full HD), 16:9, 250 Nits, 45 % NTSC
      Prozessor Intel Core i3-1215U, 6 Kerne / 8 Threads, 2P und 4E, max 4,4 GHz, 12MB Cache, 15W TDP, 55W max. Turbo power
      Grafik Intel UHD Graphics 64EUs (Alder Lake 12th Gen)
      Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-SODIMM, max. Erweiterung auf 16 GB
      Festplatte 512 GB PCIe 3.0 (x4) NVMe M.2 SSD, ein SSD-Steckplatz
      Netzwerk Wi-Fi 6 (802.11ax)
      Ethernet LAN
      Bluetooth 5.2
      Anschlüsse 1 x Kopfhörer/Mikrofon-Kombibuchse (3,5 mm)
      1x HDMI 1.4b
      1x USB-C 3.2
      2x USB-A 3.2
      1x Stromanschluss
      1x LAN/RJ45-Anschluss
      1x SD-Kartenleser (SD/SDHC/SDXC)
      Betriebssystem Windows 11
      Akku 3 Zellen Lithium-Ionen-Akku mit 41Wh Kapazität, 45W-Netzteil
      Eingabegeräte Tastatur ohne Hintergrundbeleuchtung und Ziffernblock
      Touchpad mit Multi-Touch-Gestenunterstützung
      720p-Kamera
      Sound Audiosystem mit zwei Lautsprechern
      Dual-Array-Mikrofone
      Abmessungen 35,8 x 24,2 x 1,99 cm (B x T x H)
      Gewicht 1,74 Kg
      Preis 379,00 €* (UVP: 710,00 €)

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      Lieferumfang

      Der Lieferumfang ist erfreulich gering: Das HP 250 G9, ein Netzteil sowie der übliche Papierkram (Kurzanleitung, Garantiekarte). Auf das Notebook gibt HP ein Jahr (beschränkte) Garantie. Welche Teile und Dienstleistungen darin enthalten sind, kannst du hier nachlesen.

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      Design und Verarbeitung

      Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, wahlweise in den Farben Silber oder Dunkelgrau. Während die silberne Variante eine glatte Oberfläche besitzt, kommt die dunkle Farbe mit einer gemusterten/geriffelten Oberfläche daher. Sie besitzt dadurch mehr Gripp. Leider lässt sich der Kunststoff schnell verkratzen und diese Kratzer sind auf der dunklen Oberfläche leichter zu erkennen. Ansonsten macht das Gehäuse einen stilsicheren Eindruck.

      Das Notebook lässt sich über eine kleine Aussparung, unter der sich die Webcam befindet, aufklappen. Im Inneren erwarten dich eine Tastatur mit Ziffernblock (beinahe bis zum Rand an beiden Seiten) und ein Trackpad mit zwei separaten Maustasten. Solche Trackpads habe ich zuletzt bei älteren Lenovo ThinkPads gesehen, inzwischen sind die Tasten bei den meisten Geräten allerdings fester Teil des Touchpads und nicht mehr einzeln abgegrenzt.

      Die Tastatur hat einen knackigen Druckpunkt, die Tasten wirken wertig, aber bieten keine Hintergrundbeleuchtung. Insgesamt lässt sich damit angenehm arbeiten, z.B. wurde dieser Test darauf geschrieben. Für Vielschreibende und hauptberufliche Tipper gibt es aber bessere Notebook-Tastaturen. Auch die Arbeit am Trackpad mit den zwei Tasten klappt nach einiger Eingewöhnungszeit prima.

      Ansonsten ist die Innenseite – vor allem beim dunkelgrauen Modell – sehr minimalistisch und einfach gehalten. Kein RGB, kein Fingerabdrucksensor oder anderes. Nur ein kleiner blauer „Intel“-Sticker „stört“ die graue Landschaft. Natürlich kann man den Sticker mit etwas Mühe und den richtigen Mitteln gegen Klebstoff entfernen.

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      Anschlüsse

      Die Auswahl an Anschlüssen ist für ein kompaktes Medien- und Arbeitsnotebook ausreichend, der LAN-Anschluss und der Kartenleser fallen positiv auf.

      Auf der linken Seite gibt es einen LAN/RJ45-Anschluss, einmal HDMI 1.4b, einmal USB-C (3.2), zwei Status-LED und eine 3,5mm-Kombo-Klinke.

      Rechts gibt es einen Stromanschluss (45W), zweimal USB-A (3.2) und einen SD-Kartenleser. Dazu noch halbwegs aktuelles WiFi 6 (802.11ax) und Bluetooth 5.2.

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      Display

      HP verbaut hier ein 15,6 Zoll großes IPS-Display mit einer FullHD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) bei 60 Hz, einer maximalen Helligkeit von 250 Nits und einer offiziellen Farbraumabdeckung von 45 Prozent des NTSC-Farbraums.

      Wir haben das Display auch mit einem professionellen SpyderXElite gemessen und siehe da: Der sRGB-Farbraum wird zu 68 Prozent, AdobeRGB zu 51 Prozent und P3 zu 50 Prozent abgedeckt. Für den Alltag reicht die Farbraumabdeckung vollkommen aus. Die maximale Helligkeit beträgt 278 Nits. Die Helligkeit ist definitiv etwas für Innenräume, für den Einsatz im Garten oder bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Panel leider zu dunkel. Die Farbtreue ist ab Werk mit einem mittleren Delta E von 1,46 sehr gut, nach einer Kalibrierung sogar noch besser (0,98).

       

      Kurzum: Hier kommt ein brauchbares, aber absolut mittelmäßiges Display zum Einsatz. Für Office-Arbeiten, das Surfen im Netz oder gelegentliche Videos ist es ausreichend. Für alles andere, wie etwa Gaming oder hobbymäßige Bild- und Videobearbeitung, raten wir zu einem externen (besser kalibrierten) Monitor.

      Nettes Detail: Während bei anderen Notebooks häufig ein grauer Displayrahmen zum Einsatz kommt, gibt es beim dunkelgrauen Modell einen geriffelten, dunkelgrauen Rahmen. Das sieht schick aus und vereinheitlicht das Design.

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      Leistung

      Im Inneren des HP 250 G9 arbeitet ein Intel Core i3-1215U vom April 2022. Der Prozessor ist für Mittelklasse-Geräte gedacht und bietet zwei leistungsfähige P-Kerne und vier E-Kerne, getaktet wird maximal bis 4,4 GHz. Vergleichbar ist die CPU mit dem Ryzen 3 5300U und Core i7-1185G7.

      Im Alltag schlägt sich das HP 250 G9 sehr gut: Surfen, Office-Arbeiten, Multi-Tasking und auch Full-HD-Videos (z.B. bei Netflix und YouTube) funktionieren ohne das leichteste Ruckeln. Auch die verbaute NVMe-SSD mit 512 GB Speicherplatz ist ausreichend schnell.

      Da hier keine eigene Grafikkarte vorhanden ist, wird beim Zocken auf die verbaute Grafikeinheit im Prozessor (Intel UHD Graphics 64EUs) zurückgegriffen. Ältere und anspruchslosere Titel funktionieren darauf aber mit flüssigen Bildwiederholraten. So kann man darauf z.B. Portal 2, Command and Conquer Tiberian Sun oder Baldurs Gate 2 ohne Probleme spielen.

      Anspruchsvolle und aktiongeladene Titel funktionieren aufgrund der fehlenden Grafikpower leider nicht. So lief CS:GO 2 selbst bei 720p und niedrigsten Einstellungen gerade mal mit rund 28 FPS und starken Rucklern.

      In meinem Test leistet der Intel Core i3-1215U eine akzeptable Arbeit beim Exportierten unsers 4K-Testvideos (mit vielen Effekten und Überblendungen, Davinci Resolve) in 8 Minuten und 47 Sekunden. In Full HD geht es sogar in nur 2 Minuten und 14 Sekunden. In meinem Modell befinden sich jedoch nur 8 GB Arbeitsspeicher, eine Erweiterung auf 16 GB (oder mehr) sollte das Ergebnis verbessern.

      In den synthetischen Benchmarks Cinebench R23 (4.647 Punkte Multicore-Test, 1.482 Punkte Single-Core-Test) und Cinebench R20 (1.853 Punkte Multicore-Test, 582 Punkte Single-Core-Test) schneidet er vorausschaubar ab: Die beiden P-Kerne liefern gute Leistung für den Alltag ab, die Multicore-Leistung ist ausreichend, aber nicht gut.

      Dazu gibt es einen Akku mit einer Kapazität von 41 Wh. Das ist nicht besonders groß, dank des sparsamen Prozessors reicht sie – bei voller Helligkeit – für rund 5 1/2 bis 6 Stunden Arbeit und Surfen aus. Natürlich hängt dein Akkuverbrauch aber von diversen Faktoren (Helligkeit, Belastung, Lautsprechernutzung etc.) ab.

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      Temperatur

       

      Das HP 250 G9 ist eindeutig als Arbeits- und Mediengerät ausgelegt, das erkennt man auch an der verbauten Kühllösung: Ein Lüfter und eine Kupfer-Heatpipe kühlen den Prozessor. Der Rest im Inneren wird passiv gekühlt. Im Test reicht das auch völlig aus: Der Prozessor konnte im Stresstest maximal auf 85 Grad gepeitscht werden und wurde im Schnitt 44 Grad warm. Auch die restlichen Temperaturen im Inneren waren völlig in Ordnung. Das Gehäuse blieb selbst beim Stresstest kühl und wurde niemals unangenehm warm.

      Dafür kennt der einzelne Lüfter nur drei verschiedene Modi: Entweder er bleibt still – wenn das Notebook nicht genutzt wird – oder er beginnt mit leiser Lautstärke zu drehen (28 dB). Wird eine anspruchsvolle Anwendung gestartet, kann der Lüfter schon hörbar laut werden (43 dB).

      Aufrüsten

      Nach dem Entfernen von sechs Schrauben (zwei offen zugänglich an der Front, vier hinter der Gummihalterung) können die verbaute NVMe-SSD, das WLAN-Modul und die RAM-Riegel getauscht werden. Damit bewegt sich das HP 250 G9 wartungstechnisch auf einem guten Niveau.

      Sound & Webcam

      Oberhalb der Tastatur befinden sich zwei Stereo-Lautsprecher, die überraschend laut werden können (82 dB). Auch die Klangqualität ist für so ein kompaktes Arbeitsgerät gut, natürlich fehlt es aber an Bass und die Mitten sind kaum hörbar. Für den normalen Mediengenuss am Notebook reichen sie aber aus. Die verbauten Mikrofone bieten „Noise Reduction“-Technologie, die bei meinen Tests gut funktioniert hat.

      Die verbaute 720p-Webcam eignet sich für gelegentliche Videochats, ist aber ansonsten absoluter Durchschnitt.

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      HP 250 G9 Fazit: Preiswerter Alltagsbegleiter

      Gleich vorweg: Auch wenn die UPV des HP 250 G9 bei etwas über 700 Euro* liegt, ist es eigentlich nahezu immer für einen Preis unter 400 Euro* zu finden. Einer der Gründe ist, dass der Nachfolger bereits auf dem Markt ist und das G9 deshalb günstig abverkauft wird. Und für diesen Preis ist das Notebook ein wirklich guter Deal.

      Mit einer Größe von 35,8 x 1,99 x 24,2 cm (B x H x T) und einem Gewicht von 1,74 kg ist es ein kompaktes Gerät und passt ohne Probleme in meinen Reiserucksack. Natürlich gibt es aber noch kleinere und leichtere Ultrabooks (die aber dann meist auch deutlich mehr kosten). Das dunkelgraue Design ist sehr minimalistisch und passt daher in allerlei Setups und Situationen, während die silberne Variante geradezu nach „Office“ schreit. Die Verarbeitung geht in Ordnung, wobei das Kunststoffgehäuse anfällig für Kratzer ist.

      Die Leistung mit dem Intel Core i3-1215U und 8 GB Arbeitsspeicher reicht für den Einsatz als Medien- und Arbeitsgerät völlig aus. Sogar Videoschnitt und leichtes Gaming sind damit möglich, hier rate ich aber dazu, den Arbeitsspeicher auf 16 GB aufzurüsten. DDR4 RAM ist aktuell sehr günstig zu bekommen. Der Rest des HP 250 G9, wie etwa die Tastatur und das Display, bewegen sich auf einem durchschnittlichen Niveau.

      Alles in allem handelt es sich hier um das ideale Notebook für Menschen, die mit so einem Gerät lediglich arbeiten sowie im Internet surfen, aber dabei keine Unsummen ausgeben wollen. Auch als Zweitnotebook macht es sich prima. Für Gamer*innen oder Mediengestalter*innen ist es aufgrund der (fehlenden) Leistung und des Displays nicht geeignet. Dafür ist das HP 250 G9 auch nicht gedacht und die Auswahl an passenden Alternativen groß.

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      HP 250 G9 (7N029ES) im Shop

      Via: HP – Stand: März 2024

      Veröffentlicht von Daniel

      Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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