Nubia Z60 Ultra im Test – Globaler Newcomer ist Highend-Geheimtipp zum Kampfpreis

      Nubia Z60 Ultra im Test – Globaler Newcomer ist Highend-Geheimtipp zum Kampfpreis

      Mit dem Z60 Ultra bringt der chinesische Hersteller nubia ein Highend-Smartphone zum attraktiven Preis mit topaktueller Ausstattung inkl. Snapdragon 8 Gen 3, riesigem 6000-mAh-Akku, Highend-Kamera und Notch-freiem 6,8″-AMOLED-Display auf den Markt – erstmals ist es global erhältlich.

      Das gefällt uns

      • viel Leistung (Snapdragon 8 Gen 3)
      • zuverlässgier Fingerprint-Sensor im Display
      • 6,8"-AMOLED-Display ohne Notch mit 120Hz
      • gute Triple-Cam
      • alle Linsen optisch stabilisiert & mit AF
      • IP68-Zertifizierung
      • sehr gute Akkulaufzeit (6000mAh)
      • erfreulich cleanes OS
      • Schnellladen (80W)
      • gute Speaker
      • Lieferumfang mit Schnellladegerät

      Das gefällt uns nicht

      • Qualität der Selfie-Cam
      • groß und schwer
      • kein kabelloses Laden
      • kein Klinkenanschluss
      • kein microSD-Slot

      Falls du Smartphones von nubia bisher noch nicht auf dem Schirm hattest, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um das zu ändern. Mit dem Z60 Ultra könnte nubia den Highend-Smartphone-Markt nämlich erstmals weltweit ordentlich aufmischen. Nicht nur die Specs lesen sich einwandfrei, auch das Design wirkt im großen Smartphone-Einheitsbrei erfrischend, wenn auch ungewöhnlich. Was es alles kann und ob sich Samsung S24 Ultra, Xiaomi 14 Pro und Co. warm anziehen müssen, erfährst du im ausführlichen Test.

      Falls dich die genauen Specs interessieren, findest du sie in der aufklappbaren Tabelle.

      Technische Daten Nubia Z60 Ultra
      Software nubia MyOS 14 basierend auf Android 14
      Prozessor Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3
      Adreno 750
      Arbeitsspeicher 8/12/16 GB LPDDR5X
      Speicher 256/512 GB UFS 4.0 (nicht erweiterbar)
      Display 6,8 Zoll, FHD+ (2.480 x 1.116), 20:9, AMOLED, 120Hz, 100% DCI-P3, 1500 nits
      Kamera Hauptkamera
      50 MP, 35mm, f/1.59
      Samsung IMX800, OIS (optische Bildstabilisierung), Phasenvergleich-AF
      Max. Video: 8K (30 fps)
      Ultraweitwinkel
      50 Megapixel, 18mm, f/1.8
      OIS (optische Bildstabilisierung), Phasenvergleich-AF
      Max. Video: 4K (120 fps)
      Periskop-Linse (Tele)
      64 MP, 85mm, f/3.3
      OIS (optische Bildstabilisierung), Phasenvergleich-AF
      Max. Video: 4K (120 fps)
      Selfiekamera
      UDC (Under-Display-Cam)
      12 Megapixel
      Anschlüsse USB-Typ-C 3.1
      Konnektivität 5G
      Wi-Fi 7 (802.11 a/b/g/n/ac/ax/be)
      Bluetooth 5.4
      GPS, GLONASS, Beidou (BDS), Galileo
      NFC
      SIM Kartenslot Dual-SIM
      Kartengröße: Nano
      Sensoren
      Akku 6000 mAh, 80W-Schnellladen
      Besonderheiten Personalisierbarer Schieberegler
      Selfie-Cam unter dem Display
      IP68-Zertifizierung (staub- und wasserdicht)
      Farben Schwarz, Silber
      Abmessungen 164 x 7,6 x 8,8mm (HxBxT)
      Gewicht 246 Gramm
      Preis 679 Euro (8+256GB); 749 Euro (12+256GB); 899 Euro (16+512GB)*

      Massiv, aber unverwechselbar

      Der erste Unterschied wird schon im Moment des Auspackens klar: Das Nubia Z60 Ultra setzt noch auf den klassischen Lieferumfang. Ein kompaktes Ladegerät mit 80W ist ebenso dabei wie ein USB-C-Ladekabel und eine Hülle. Letztere ist leider aus Hartplastik, was meinen schmerzhaften Erfahrungen nach nicht so gut gegen Stürze schützt, zumal sie nur filigran die Ecken umschließt. Ich würde euch daher die Nutzung mit einem richtigen Silikon-Bumper empfehlen, den man sich jedoch separat besorgen muss.

      Beim Griff nach dem Gerät selbst wird klar, dass es sich hier nicht um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Das Z60 Ultra ist massiv, kantig und schwer. Stolze 246g bringt es auf die Waage. Der Grund dafür ist neben dem großen Formfaktor mit 6,8″-Display vor allem das üppige Kamera-Setup auf der Rückseite. Als hätte man den Formfaktor des neuen Redmagic 9 Pro (Test) genommen und um ein Kamera-Modul erweitert. Das Setup kommt mit drei Sensoren inkl. Ultraweitwinkel, Weitwinkel und Tele daher. Mit bis zu 14,5mm Tiefe benötigt es entsprechend Platz. Der restliche Bereich ist mit 8,8 mm hingegen relativ dünn.

      Hält man das Gerät in der Hand, lässt sich die untere Kante des Kameramoduls gut auf dem Zeigefinger ablegen. Damit liegt es ohne zu wackeln auf dem Tisch und auch etwas sicherer in der Hand, denn die matte Rückseite ist ziemlich glatt. Dem Gefühl nach kommt Kunststoff zum Einsatz, es soll sich allerdings um Glas handeln. Das ist immerhin komplett immun gegen Fingerabdrücke und bietet einen Glitzereffekt unter direktem Licht. Hochwertig sehen die mit Glas eingefassten Kameraelemente aus. Die roten Details, darunter ein Schieberegler an der rechten Seite und die Fassung um die Hauptkamera, verleihen dem Smartphone zusätzlich zum Kameramodul einen ziemlich markanten Look.

      Insgesamt ist das Z60 Ultra sehr gut verarbeitet und fühlt sich durch das Gewicht und den Aluminiumrahmen hochwertig an. Gleichzeitig punktet es mit schmalen Display-Rändern, sticht aus dem Einheitsbrei heraus und sieht dabei noch richtig schick aus. Es gibt allerdings keinen Klinkenanschluss.

      Display ideal für Medienkonsum geeignet

      Beim Display kann das Z60 Ultra ebenfalls mit dem Smartphone-Establishment mithalten. Das flache 6,8″-AMOLED-Display sieht fantastisch aus, zudem verzichtet es auf abgerundete Ecken und die unliebsame Notch. Wie das geht? Die Selfie-Cam hat nubia unter dem Display platziert – und das mittlerweile in der 5. Generation. Sie ist fast unsichtbar und ermöglicht dadurch Gaming oder Videokonsum auf der vollen Displayfläche. Für den Mediengenuss, aber auch Content-Creation am Smartphone ein echter Vorteil.

      Auch sonst geht man hier eher keine Kompromisse ein. Mit 120 Hz, 400 PPI und bis zu 1500 nits lässt es kaum Wünsche offen. Inhalte werden flüssig und knackscharf dargestellt. Eine höhere Auflösung und damit höhere PPI dürften im Alltag wenig Vorteile bringen, den Akku aber spürbar stärker belasten. Ob die Helligkeit wirklich so hinkommt, konnte ich leider nicht messen. Im Urlaub hatte ich allerdings die Gelegenheit, die automatische Helligkeitsregelung unter direkter Sonneneinstrahlung zu testen. Tatsächlich waren Inhalte auch dann noch gut erkennbar, nur mit einer Sonnenbrille auf war es schwieriger. Geräte wie die neue S24-Serie bieten hier aber sogar bis zu 2600 nits in der Spitze.

      Im Display befindet sich auch der Fingerabdrucksensor. Er ist zwar schnell, für mich aber noch wichtiger: Er ist auch zuverlässig. Wer möchte, kann das Display ebenfalls via Gesicht und Selfie-Cam entsperren. Auch das klappte im Alltag für eine Under-Display-Cam überraschend gut. Top: Ab Werk ist schon eine Schutzfolie auf dem Bildschirm angebracht. Es handelt sich hier leider nicht um ein LTPO-Display, die Bildwiederholrate ist also nicht variabel in 1Hz-Stufen anpassbar, sondern kann nur automatisch zwischen 60 und 120 Hz wechseln.

      Snapdragon 8 Gen 3 lässt keine Wünsche offen

      Im Inneren werkelt der Ende 2023 vorgestellte Snapdragon 8 Gen 3, also Qualcomms aktueller Top-SoC. Das merkt man auch, denn in Kombination mit den 120Hz Bildwiederholrate rennt das Z60 Ultra butterweich durch alle Inhalte. Gaming, Videobearbeitung und auch sonst alle Alltagsaufgaben sind kein Problem.

      Wir haben uns ebenfalls angeschaut, wie sich die Temperaturentwicklung unter längerer Last verhält und dafür längere Zeit ein aufwändiges 3D-Spiel gezockt. Tatsächlich wird das Z60 Ultra spürbar warm, du solltest also bei Games mit sehr hohen Grafik-Anforderungen hin und wieder Pausen einplanen.

      Passable Triple-Cam mit kleinen Schwächen

      Kommen wir zu dem Punkt, der mich im Test am meisten interessiert hat: Wie schlägt sich das massive Triple-Cam-Setup im Alltag?

      Fangen wir mit der Hauptkamera an. nubia setzt auf eine Linse mit 35mm Brennweite, gängig sind eigentlich eher um die 24mm. Was bedeutet das? Fotos wirken beim Z60 Ultra natürlicher und nicht so verzogen, da sie nicht so weitwinklig sind. Dafür passt aber auch „weniger auf das Bild“. Bei Aufnahmen von Gebäuden wirst du also öfter direkt das Ultraweitwinkel bemühen, was jedoch kein Problem ist. Dazu aber im nächsten Punkt mehr.

      Die Performance der Hauptkamera ist sowohl bei Licht als auch Dunkelheit gut. Probleme hatte ich nur ab und zu mit dem Weißabgleich. Teilweise wirkten bspw. Winterlandschaften oder Wolken zu kalt. Das Ultraweitwinkel bietet mit 18mm eine gute Brennweite, um auch größere Motive komplett ablichten zu können. Die Darstellungsqualität ist gut, im Dunkeln wegen der etwas geringeren Dynamik und weniger Details jedoch nicht auf dem Level der Hauptkamera. Der Weißabgleich war hier allerdings durch die Bank weg in Ordnung.

      Kommen wir zum Periskop-Sensor, der mit 85mm Brennweite arbeitet. Mit f/3.3 ist der Sensor nicht so lichtstark wie die beiden anderen Linsen, was man bei schlechten Lichtverhältnissen auch schnell merkt. Bei wenig Licht dauert das Fokussieren länger und die Ergebnisse sind nicht so detailreich. Bei gutem Licht können sich die Fotos mit 85mm und teilweise auch mit 170mm zumindest auf dem Smartphone sehen lassen.

      Insgesamt kann man mit allen drei Linsen bei gutem Licht ordentliche Fotos machen und ist mit den drei Brennweiten sehr flexibel unterwegs. Teilweise agiert der Software-Algorithmus bei der Nachbearbeitung und vor allem dem Nachschärfen jedoch etwas zu stark. Das lässt Fotos gerade in den Details unnatürlich aussehen. Wenn nubia hier mit Updates ausbessert, wäre das löblich.

      Die Under-Display-Cam (UDC) fällt dagegen deutlich ab. Zwar hat sich die Darstellungsqualität über die Jahre deutlich verbessert, mit normalen Selfie-Cams können UDCs aber noch nicht mithalten. Insbesondere bei Gegenlicht kommt es zu unschönen Flare-Effekten und mit zu wenig Licht werden die Ergebnisse schnell matschig und detailarm. Für gelegentliche Aufnahmen reicht es. Wer allerdings in Urlauben von Selfies nicht genug bekommt, dürfte nicht glücklich werden.

      Videos lassen sich mit allen Sensoren in 4K@120FPS aufnehmen, mit der 35mm-Hauptlinse sind 8K@30FPS möglich. Durch die optische Stabilisierung und den Autofokus aller Sensoren gelingen dabei fast immer flüssige, schicke Aufnahmen.

      Sehr praktische Kamera-App

      Im Alltag ist mir ebenfalls aufgefallen, wie praktisch die voreingestellten Brennweiten und der Wechsel zwischen den einzelnen Linsen funktioniert. Für mich als Hobby-Fotografen ist die Einteilung nach Brennweiten sehr hilfreich. Die Kamera-App zeigt direkt 18mm für das Ultraweitwinkel, 35mm für das Weitwinkel und 85mm für die Tele-Linse an. Jeder Sensor besitzt aber noch eine zweite Belegung. Tippt man auf die Brennweite, kann so einfach von 18 zu ebenfalls gängigen 24mm, von 35 zu 50 oder von 85 zu 170mm gewechselt werden.

      Je nach Motiv klappt das schnell und einfach, ohne erst mit zwei Fingern unterschiedliche „Zoomstufen“ einstellen zu müssen. Das geht zwar auch, ist aber nicht wirklich empfehlenswert. Zumindest bei mir war es auch so gut wie nie notwendig, da die voreingestellten Brennweiten alle wichtigen Reichweiten abdecken. Zwar ist ein hybrider 30facher Zoom maximal möglich, wirklich sehenswert sind die Ergebnisse dann wie bei allen anderen Smartphones aber nicht mehr.

      Dazu bietet die App noch viele weitere Funktionen im Bereich „Kamera-Familie“. Mit dabei sind bspw. Langzeitbelichtungen via Sternenhimmel, ein Superzoom für Mondaufnahmen oder Aufnahmen von seichtem Wasser im Blenden-Modus. Zeitraffer, -lupe, Panorama, Mehrfachbelichtung und Co. sind auch mit dabei, genauso wie ein Pro-Modus mit manuellen Einstellmöglichkeiten. Über den Schieberegler an der rechten Seite lässt sich die App ohne Umwege starten.

      Großer Akku bringt dich oft über 2 Tage

      Akkus mit 6.000 mAh haben im Mainstream auf jeden Fall noch einen Seltenheitswert und sind eher im Bereich der Gaming-Smartphones zu Hause. Samsungs S24 Ultra kommt bspw. auf „nur“ 5.000 mAh bei gleicher Displaygröße. Bedeutet: Du musst dir hier keine Sorgen machen. Über einen Tag kommt man selbst bei intensiverer Nutzung locker, oft sind nach einem normalen Arbeitstag aber noch 50-70% Akkuladung vorhanden. Auch im Urlaub waren an den meisten Tagen mit hunderten Fotos noch über 60% Akku übrig. Dabei waren die Automatiken für Bildschirmhelligkeit und -wiederholrate immer aktiv.

      Klar, intensives Zocken oder stundenlanges Schauen von Videos bringt auch so einen großen Akku an seine Grenzen, allerdings ist der dank 80W-Schnellladen auch innerhalb von ca. 40 Minuten wieder komplett geladen. Kleiner Downer: Das Z60 Ultra lässt sich nicht kabellos aufladen.

      Erfreulich schlankes MyOS, bis zu 3 Jahre Support

      Das Z60 Ultra kommt ab Werk mit Android 14 und der Hersteller-UI MyOS 14 daher. Ich muss gestehen, dass ich sehr positiv von der Oberfläche überrascht war. Alles ist aufgeräumt und erfreulich minimalistisch. Ab Werk sind lediglich 29 Apps vorinstalliert, wobei 11 davon die Google-Apps sind. Dazu kommen Standard-Apps wie ein Kompass, Notizen, Taschenrechner oder ein Rekorder. Eine App für einen Telefonwechsel ist ebenfalls vorinstalliert, was ich praktisch finde.

      Icons, Schriftart und Co. werden im Werkszustand angenehm normal dargestellt, lassen sich in den Einstellungen aber ebenso wie das Always-On-Display nach Belieben verändern. Generell bietet Nubia sehr viele Anpassungsmöglichkeiten an. Einzige Ausnahme vom Minimalismus: Der Sperrbildschirm setzt auf eine Rotation aus coolen Fotos, wobei hier auch eigene Fotos hinterlegt werden können. Übersetzungsfehler habe ich während meines Testzeitraums übrigens keine bemerkt, wobei sich bei manchen Funktionen über die Wortauswahl sicherlich streiten lässt.

      Der letzte Sicherheitspatch ist vom Dezember und das Google-Play-Systemupdate vom Juli 2023. Auf Rückfrage hat uns Nubia versichert, dass das Z60 Ultra als Flaggschiff bis zu 3 Jahre mit aktuellen Sicherheitsupdates versorgt wird. Android 15 ist für das Smartphone ebenfalls gesetzt. Die Aktualisierung hängt aber natürlich davon ab, wann Google die neue OS-Version veröffentlicht.

      IP68 schützt vor Süßwasser und Staub

      Noch zwei Worte zu den Speakern. Ganz gut. Bei 100% Lautstärke können die Höhen je nach Titel zu schrill ausfallen, aber bei einem Pegel von 70-90% lassen sich die meistens Songs überraschend schmerzfrei hören und sind dabei ausreichend laut. Das Z60 Ultra hat den Haupt-Speaker auf der Unterseite, dieser wird von dem oberen Speaker unterstützt. Das Balancing ist aber gut gelungen.

      Das Z60 Ultra ist übrigens nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt. Obwohl es ungewohnt war, habe ich mich vorsichtig an die Wasserfestigkeit herangetastet. Selbst dauerhaftes Untertauchen hat einwandfrei geklappt, nur der Speaker benötigte dann etwas Zeit zum Trocken. Salzwasser wird von IP68 übrigens nicht abgedeckt. Leider.

      Fazit: Nubia Z60 Ultra

      Nach mittlerweile einem Monat Dauernutzung ist mir das Z60 Ultra ziemlich ans Herz gewachsen. Performance, Display, Akkulaufzeit: Hier stimmt alles. Die Triple-Cam mit Brennweiten von 18, 35 und 85mm punktet im Alltag ebenfalls mit hoher Flexibilität und guter Darstellungsqualität. Hier und da schärft der Algorithmus je nach Lichtsituation etwas zu sehr nach, die meisten Fotos sind aber nicht nur bei ausreichend Licht mehr als brauchbar. Dank OIS werden auch bei Videos mit allen Linsen gute Ergebnisse erreicht. Dazu kommt eine sehr praktische Kamera-App mit vielen nützlichen Funktionen.

      In der B-Note gibt es ebenfalls keinen Grund zur Klage. Der Fingerprint-Sensor ist zuverlässig und schnell, die IP68-Zertifizierung kann im Alltag nützlich sein und hat zumindest in unserem Test auch gehalten, was sie verspricht. Die Oberfläche MyOS ist erfreulich schlank gehalten und ab Werk ist keine unnötige Software vorinstalliert. Auch die Speaker sind passabel abgestimmt.

      Da ich schon öfter große Smartphones getestet und auch ziemliche Pranken habe, war die Umgewöhnung an Größe und Gewicht für mich nicht allzu stark. Für kleine Hände könnte die Bedienung mit einer Hand aber tatsächlich schwierig sein. Bei Selfies kommt es hingegen auf die Lichtverhältnisse an. Mit Gegenlicht ist die Under-Display-Cam oft überfordert, zu dunkel sollte es ebenfalls nicht sein. Für alle, die ihr Geld nicht mit Selfies verdienen, reicht es aber allemal aus.

      Größte Schwachstelle dürfte für viele das fehlende kabellose Laden sein. Das gilt vor allem, wenn man es gewohnt ist. Allerdings ist kabelloses Laden auch immer noch ziemlich langsam. Bei dem großen Akku ist man mit dem 80W-Netzteil dann doch besser bedient, zumal es sich direkt im Lieferumfang befindet. Ein Klinkenanschluss wäre ebenso wie ein microSD-Slot nett gewesen, allerdings findet man diese bei kaum einem Smartphone noch.

      Ich kann das Z60 Ultra vor allem mit einem Preispunkt ab 679€ daher vor allem dann uneingeschränkt empfehlen, wenn die wenigen Mankos für euch nicht ins Gewicht fallen. Mehr Smartphone bekommt ihr aktuell für weniger Geld kaum.

      Nubia Z60 Ultra
      Stand: Februar 2024

      Veröffentlicht von Alexander

      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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